Keynote roundup

Heute war Weihnachten – zumindest für alle Mac und Apple Geek, denn bei einer MacWorld Keynote von Steve Jobs gibts immer eine Bescherung; also Geschenke in Form von neuen Produkten.

Der iPod FM Tuner ist ja ganz nett, aber nicht der Hammer; und die vorgestellte Software war zu erwarten: Update der iLife Suite etc. Als dann die erwähnt wurde, dass Mac OS X in der Version 10.4.4 herauskommt, war für mich klar, da kommen neue Macs. Es ist eigentlich schon fast üblich, dass bei Hardwarevorstellungen eine neue Version des Betriebssystems veröffentlicht wird. Und bei den Gerüchten die vor der Keynote kursierten, war auch klar, dass diese Hardware Intel Prozessoren haben wird (diese wurden ja schon vor nem halben Jahr angekündigt).

MacBook Pro und Intel iMac

Aber was sollte es sein? Das iBook? Oder der PowerMac? – Nein, als erstes wurde ein neuer iMac mit Dual Core Intel Prozessoren vorgestellt. Damit hatte keiner so wirklich gerechnet. Der Geschwindigkeitszuwachs ist schon enorm. Es ist dabei die Rede von mehr als doppelt so schnell.
Aber dem nicht genug. Es kam natürlich noch das berühmte “One More Thing”: das MacBook Pro.

Das was? – MacBook Pro! Ja, der Name tauchte schon vorher in Gerüchten auf, aber geglaubt hab ich den Namen nicht wirklich. Auf Anhieb klingt das nicht so toll. Aber so ist es häufig mit neuen Namen; am Anfang klingen sich Scheiße und dann gewöhnt man sich doch dran. Je öfter ich den Namen lese, desto weniger schlecht finde ich ihn.

Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, dann ist es logisch: es kann ja nicht mehr PowerBook heißen, wenn kein PowerPC Prozessor mehr drin ist. Man kann jetzt natürlich weiter darüber spekulieren, wie in Zukunft die anderen Produkte heißen werden: bleibt das iBook das iBook? Oder wird es zum MacBook? – Ich schätze Apple bleibt bei der Bezeichnung. Das “i” zeichnet die Consumer Produkte aus. iPod, iBook und iMac – der hat ja trotz Intel Prozessor seinen Namen behalten.
Anders sieht es da beim PowerMac aus. Der wird mit Intel Prozessor nicht mehr so heißen können! Neuer Name: Mac Pro! Das wäre dann konsequent.

Zurück zum MacBook Pro. Im Nachhinein betrachtet, ist es gar nicht so unverständlich das PowerBook durch ein Intel Prozessor angetriebenes Notebook zu ersetzen. Ein Upgrade der verwendeten G4 Prozessoren war längst überfällig; der G5 ist nicht Strom- und Wärmesparend genug lieferbar, um ihn in einem Laptop einzusetzen. Hätte man nun den iBooks die Intel Prozessoren verpasst, hätten sie wahrscheinlich das PowerBook outperformed. Das wäre ja ein Unding. Zum anderen muß man auch an die Softwareentwickler denken. Gerade an diesen liegt es, ob der Umstieg auf die Intelprozessoren ein Erfolg wird, denn diese müssen ihre Software als sogenannte Universal Binaries zur Verfügung stellen. Und nun bietet man den Entwicklern ein Laptop mit dem sie diese Binaries auch testen können.

Der Preis für das MacBook Pro (langsam gewöhn ich mich an den Namen) ist meiner Meinung nach sehr hoch. Ich denke Apple befriedigt hier zunächst die potente Kundschaft (1st Class Travellers, wie sie vowe nennt), die nun unbedingt das neue Produkt kaufen wollen und bereit sind auch etwas mehr zu bezahlen. Ich denke, im März wird Apple die Produktpalette ergänzen (um iBooks und/oder MacBook Pros (wie lautet denn da der Plural?) mit anderen Displaygrößen ) und dann werden auch wieder anständige Preise gemacht (hoffentlich).

Zum Schluß noch zwei Bemerkungen zum MacBook Pro: Erstens, das Modem fehlt! Es gibt nur mehr ein USB-Modem als Zubehör. Ja gibts denn mittlerweile überall WLAN?
Zweitens, was ist ein ExpressCard/34 Steckplatz? PCMCIA fehlt und dann das?

(Links zu den Produkten: MacBook Pro, iMac)

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2 Responses to “Keynote roundup”

  1. “es kann ja nicht mehr PowerBook heißen, wenn kein PowerPC Prozessor mehr drin ist”

    Warum? Die PowerBooks hiessen schon PowerBooks als noch keine PowerPCs drin waren, sondern noch 68K-Prozessoren… Apple-Notebooks waren immer PowerBooks, egal mit welchem Prozessor. Das hätte nicht geändert werden müssen.

  2. Stefan says:

    Carsten, da hast du natürlich recht.
    Die ersten PowerBooks kamen 91 raus bestückt mit einen MC68HC000 bzw. MC68030. Im gleichen Jahr wure die AIM (Apple-IBM-Motorola) Alliiance gegründet um eben den PowerPC zu entwickeln. Der erste PowerMac (1994) hatte dann tatsächlich schon einen PowerPC 601 Prozessor. Die PowerBooks bekamen dann erst 1995 einen PowerPC 603e
    Ich weiß nicht, ob da in der Namensgebung ein Zusammenhang bestand; aber vermuten würde ich es trotzdem mal.
    (genauere Infos dazu unter http://www.apple-history.com/)

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